Venenkleber VenaSeal


Venenleiden kommen in der heutigen Zeit sehr häufig vor. Dazu zählt aber nicht nur die gefürchtete Thrombose, sondern auch optisch sehr unansehnliche Krampfadern (Varizen) oder Besenreiser. Diesen Krampfadern kann man mit verschiedenen Behandlungswegen zu Leibe rücken. Eine relativ neue Methode ist die Behandlung mit einem Venenkleber, auch VenaSeal genannt. Der folgende Text erklärt, was es mit dieser Methode auf sich hat, wie sie durchgeführt wird und welche Komplikationen auftreten können.

Was versteht man unter Venenkleber und dem VenaSeal Closure System?

Beim VenaSeal Closure System handelt es sich um eine spezielle Methode, um Krampfadern schonend und dauerhaft zu beseitigen. Anders als bei anderen Verfahren – wie zum Beispiel der Radiowelle – wird hier nicht mit Hitze gearbeitet, sondern mit einem speziellen Kleber (Cyanoacrylat), der die Vene dauerhaft verschließt. Durch dieses Verfahren müssen dem Patienten keine Narkosemittel oder andere Medikamente verabreicht werden. Lediglich an der Einstichstelle, über die der Katheter in die Vene eingeführt wird, erfolgt eine Betäubung. Als Hilfsmittel kommen darüber hinaus ein Katheter und ein Sonografie-Gerät zum Einsatz.

Wann kommt Venenkleber zum Einsatz?

VenaSeal kommt in der Regel bei Krampfadern zum Einsatz, die der Patient auf schonende Art und Weise entfernen lassen möchte. Der Venenkleber ist für Patienten geeignet, die sehr schnell wieder ihren Beruf oder ihre sportliche Tätigkeit aufnehmen wollen. Darin liegt auch der große Vorteil dieses Verfahrens: Der Patient ist in der Regel sofort wieder einsatzbereit, der Eingriff dauert etwa 20 Minuten. Da weder vor noch nach der Behandlung Medikamente benötigt werden, ist die Genesungszeit derart gering.

Vorgehen: Wie läuft der Eingriff mit Venenkleber ab?

Zwar ist bei der VenaSeal-Methode keine Narkose oder Betäubung nötig – da der behandelnde Arzt allerdings mit einem Katheter in die krankhafte Vene eindringt, wird die Einstichstelle vorab örtlich betäubt. Im Anschluss daran führt der Arzt den Katheter in die Vene ein. Die Einführung des Katheters kann mithilfe eines Ultraschallgeräts erfolgen. Zum Einsatz kommt außerdem eine Art Pistole, die den Venenkleber beinhaltet. Beim Zurückziehen des Katheters wird der Kleber in die Vene abgegeben und diese somit verschlossen. Unterstützend wird der Arzt von außen auch ein klein wenig Druck auf das Bein geben. Nach dem Verkleben der Vene wird diese vom Körper Stück für Stück abgebaut.

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Was sind die Vorteile der Therapie mit Venenkleber?

Die Vorteile dieser Behandlung liegen eindeutig in der schonenden Anwendung. Wie bereits erwähnt, muss der Patient keine Medikamente einnehmen oder den zu behandelnden Bereich lokal betäuben lassen. Auch bietet diese Therapie Schutz vor Verbrennungen der Haut oder Nervenschädigungen. Ein weiterer Vorteil ist die rasche Genesungsphase des Patienten, der in der Regel sofort nach dem Eingriff wieder seinen normalen Tätigkeiten nachgehen kann. Es müssen also auch nach der Behandlung keine Medikamente eingenommen oder Kompressionsstrümpfe getragen werden. Eine Krankschreibung ist somit nicht erforderlich.

Die Vorteile der VenaSeal-Behandlung auf einen Blick:

  • schonendes Verfahren
  • keine Narkose oder großflächige, lokale Betäubung
  • geringes Risiko von Verbrennungen
  • geringes Risiko von Nervenschäden
  • schnelle Genesung – der Patient ist sofort wieder einsatzbereit

Nachbehandlung: Wie sieht die Nachsorge aus?

Eine spezielle Nachsorge ist bei dieser Behandlungsmethode in der Regel nicht notwendig. Das Tragen von speziellen Strümpfen oder die Einnahme von Medikamenten ist nicht notwendig.

Können beim VenaSeal-Verfahren Komplikationen und Nebenwirkungen auftreten?

Normalerweise ist die VenaSeal-Behandlung frei von lästigen Nebenwirkungen. Der Patient spürt etwa außer dem Einstich für den Katheter-Zugang nichts. Vergleichbar ist das Empfinden dem bei einer Blutentnahme. Allerdings kann es dennoch zu den üblichen Gefahren oder Komplikationen kommen. Hierzu zählen zum Beispiel eine Lungenembolie, Gefäßperforation, Venenentzündungen, Blutergüsse oder Infektionen. Theoretisch können diese Komplikationen aber auch bei normalen Einstichen oder Punktionen auftreten.